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| Ludwig Bertrand, Außenfassade der Wiener Dominikanerkirche |
„Herr, hier mögt Ihr mich brennen,
hier mögt Ihr mich schneiden,
hier mögt Ihr mir nicht verzeihen,
wenn Ihr mir nur in Ewigkeit verzeiht!“
Ludwig Bertrand wurde am 1. Januar 1526 in Valencia geboren.
Im Alter von 19 Jahren trat er in seiner Heimatstadt Valencia in den Dominikanerorden ein. Der heilige Prior Giovanni Micone, der ihn aufnahm, sagte ihm eine große Zukunft voraus und erklärte, er werde ein zweiter heiliger Vinzenz Ferrer sein. Schon als Novize war Ludwig ein Vorbild an Bußstrenge und Gebet, selbst für die erfahrensten Ordensbrüder.
Mit 25 Jahren wurde er zum Novizenmeister ernannt. Zehn Jahre lang leitete er die Novizen mit bewundernswerter Weisheit. Fast alle von ihnen starben später im Ruf der Heiligkeit. Doch Ludwig sehnte sich danach, wie so viele seiner Mitbrüder die Meere zu überqueren und in jene Neue Welt zu reisen, die sich mit so großen Hoffnungen dem wahren Glauben öffnete. Eines Tages brach er mit Erlaubnis des Ordensgenerals dorthin auf.
Im Jahr 1562 wurde Mittelamerika, insbesondere Kolumbien, zu seinem Missionsgebiet. Zu Fuß durchquerte er die weiten Landstriche, die das Gebiet von Ecuador, Neugranada und die Inseln des Archipels umfassten. In sieben Jahren bekehrte er etwa 150.000 Indigene zum christlichen Glauben.
Nach seiner Rückkehr in die Heimat im Jahr 1569 war er trotz seiner heldenhaften Anstrengungen weiterhin ein Licht für die Seelen, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Klosters. Er wirkte erneut als Novizenmeister und später als Prior in Valencia.
Als ihn eine Krankheit befiel und er unter großen Schmerzen litt, wiederholte er immer wieder die Worte, die ihm so vertraut waren:
„Herr, hier mögt Ihr mich brennen, hier mögt Ihr mich schneiden, hier mögt Ihr mir nicht verzeihen, wenn Ihr mir nur in Ewigkeit verzeiht!“
Trotz des Feuers, das ihn verzehrte, wollte er im heiligen Wollgewand seines Ordens sterben. Es war der 9. Oktober 1581.
Seine Beerdigung wurde zu einem Triumphzug. Papst Clemens X. erhob ihn am 12. April 1671 zur Ehre der Altäre und sprach ihn heilig. Papst Alexander VIII. erklärte ihn zum Schutzpatron Kolumbiens.
Sein Leichnam ruhte bis zum Jahr 1936 in der Stadtkirche Santo Stefano. Während der Revolution wurde die Kirche in Brand gesetzt, wobei auch seine sterblichen Überreste verbrannten.
(Quelle Causesanti)
Glasfenster in St Dominic´s Priory Church London
Statue mit Pistole und Kreuz in der Dominikanerkirche in Sopron![]() |
| Wiener Dominikanerkirche |
Heute gedenkt die Kirche auch des
hl. Johannes Leonardi, an seinem Grab
hl. John Henry Newman



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