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| Svatý Hostýn |
SECHSTE STATION
Veronika trocknet das Antlitz Jesu
V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.
Aus dem Buch des Propheten Jesaja. 53, 2-3
Er hatte keine schöne und edle Gestalt,
so daß wir ihn anschauen mochten.
Er sah nicht so aus, daß wir Gefallen fanden an ihm.
Er wurde verachtet und von den Menschen gemieden,
ein Mann voller Schmerzen, mit Krankheit vertraut.
Wie einer, vor dem man das Gesicht verhüllt.
MEDITATION
Die Überlieferung hat uns mit Veronika bekanntgemacht. Sie
vervollständigt vielleicht die Geschichte des Mannes aus Zyrene. Denn es
ist sicher, daß sie - auch wenn sie als Frau das Kreuz nicht physisch
getragen hat und auch nicht dazu gezwungen worden ist - dieses Kreuz
gewiß mit Jesus mitgetragen hat: sie hat es so getragen, wie sie es
vermochte, wie ihr es in jenem Augenblick möglich war, und wie ihr Herz
es ihr eingab. Und sie hat sein Antlitz getrocknet.
Dieses Detail,
das uns die Tradition überliefert, läßt sich allem Anschein nach auch
leicht erklären: auf dem Schweißtuch, mit dem sie ihm das Angesicht
getrocknet hat, sind die Gesichtszüge Christi abgedrückt geblieben. Da
das Antlitz ganz mit Blut und Schweiß bedeckt war, konnte es Spuren und
Umrisse hinterlassen.
Der Sinn dieses Details kann jedoch auch
anders interpretiert werden, wenn man es im Licht der Rede Christi vom
Weltgericht sieht. Zweifellos werden viele fragen: "Herr, wann haben wir
das getan?". Und Jesus wird antworten: "Was ihr für einen meiner
geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan" (vgl. Mt 25,
37-40). In der Tat drückt der Heiland jedem Akt der Nächstenliebe die
Ähnlichkeit mit ihm ein, wie er es auf dem Tuch der Veronika getan hat.
ANRUFUNGEN
O Antlitz des Herrn Jesus,
vom Schmerz entstellt, strahlend von göttlicher Herrlichkeit.
R. Kyrie, eleison.
O heiliges Antlitz,
als Siegel in jede Liebestat eingeprägt.
R. Kyrie, eleison.
Alle:
Pater noster, qui es in caelis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimite nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.
Quis non posset contristari,
piam matrem contemplari
dolentem cum Filio?


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