Donnerstag, 5. April 2018

Der geflügelte Heilige - Vinzenz Ferrer

Vinzenz Ferrer, S. Domenico Maggiore, Neapel


Vinzenz Ferrer, 1350 in Valencia geboren, trat mit 17 Jahren im Dominikanerkonvent seiner Vaterstadt in den Orden ein. Er führte ein strenges, geistliches Leben. Zeugnis davon gibt seine Schrift „Über das geistliche Leben“. Nach Beendigung seiner Studien übte er sein Apostolat in Unterricht und Predigt aus. Von 1380 – 1390 übernahm er verschiedene Aufgaben im Auftrag des Kardinallegaten Petrus de Luna und des Königs von Aragon, Johannes I.
Als Wanderprediger war Vinzenz bis 1399 in Südfrankreich, in Italien, in der Schweiz und Savoyen tätig. Wie einen Stachel im Herzen empfand Vinzenz den nicht endenden Krieg zwischen England und Frankreich, und vor allem das Schisma in der Kirche des Abendlandes. Er sah darin viele Anzeichen des Weltendes.
Guten Glaubens folgte Vinzenz anfangs dem Gegenpapst Benedikt XIII. Da der Papst nicht bereit war, das Schisma in der Kirche des Westens zu beenden, verließ er ihn und mühte sich noch mehr um den Frieden und die Einheit in der Kirche. Er widmete sich wieder ganz der Predigt und machte sich auf, als „Legat Christi“ die Menschen zur Vorbereitung auf das Kommen Christi zu drängen. Seine feurigen und einfachen Worte, die von Wundertaten aller Art begleitet waren, erschütterten viele Menschen und führten sie zu einem Leben der Buße.
1408 kehrte er nach Valencia zurück. Wenige Jahre später jedoch ging er aufs neue nach Frankreich, das er in allen Richtungen durchwanderte, bis er schließlich die Bretagne erreichte. Dort starb er am Schluss der von ihm in Vannes gehaltenen Fastenpredigten am 5. April 1419. Papst Calixtus III. sprach ihn am 29. Juni 1455 heilig.
(Proprium des Dominikanerordens) #

Vinzenz Ferrer als Gerichtsankünder (wie der Engel der Apokalypse) mit offenem Buch
Text aus Offb 14,7: (Der Engel sprach mit lauter Stimme:)
Fürchtet Gott und gebt Ihm Ehre.
Denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen.

Nacht weicht dem Tage,
wir sind aufgestanden,
um unserm Gott das
Morgenlob zu singen.
Ein neuer Anwalt
ist der Welt gegeben,
der für uns eintritt.

Heiliger Vinzenz,
deine großen Taten
ehren wir heute
überall auf Erden.
Nimm unser Loblied,
das wir fröhlich singen,
freundlich entgegen.

Früh auf der Suche
nach dem Sinn des Lebens,
fandest du Brüder,
Freunde auf dem Wege,
hieltest in Ehren,
was den Vätern heilig,
folgtest dem Rufe.

Ruf aus der Höhe,
Stimme die erinnert,
Wort, das herausruft,
Jesus nachzufolgen,
Menschen zu lieben,
täglich neu zu lernen
alles, was recht ist.

Wo wie der Engel,
den Johannes schaute,
kündest du an die
Stunde des Gerichtes;
Länder durchziehst du,
rüttelst wach die Menschen,
rufst sie zur Umkehr.

Warnlicht im Dunkeln,
Rettung vor dem Abgrund,
weise die Wege,
wenn wir uns verirren,
zeig uns den Maßstab,
der das Leben richtet,
Jesus, den Christus.

Gott sei gepriesen,
Tiefe unsres Lebens,
Abbild des Vaters,
Jesus, unser Bruder,
Geist, der vom Vater 
und vom Sohne ausgeht,
Friede auf Erden.

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