Samstag, 15. April 2017

Das Heilige Land 19 - Von Golgota zum Grab (Kreuzabnahme, Salbung und Grablegung)


Wenn man den Kircheneingang der Grabeskirche in Jerusalem durchschreitet, sieht man eine rötliche Steinplatte auf dem Boden. Es ist der vor allem von den orientalischen Christen hochverehrte, oftmals mit Rosenöl benetzte Salbungsstein. Gemeint ist ein Stein, der an die Kreuzabnahme durch Josef von Arimathäa und Nikodemus erinnert.
"Sie nahmen den Leichnam Jesu und umwickelten ihn mit Leinenbinden, zusammen mit den wohlriechenden Salben, wie es beim jüdischen Begräbnis Sitte ist (Joh 19,40)


Der jetzige Stein wurde erst 1810 nach dem Brand gelegt. Er ist gemeinsames Eigentum der drei Kommunitäten. (...)


Die Mauer, hinter der sich das Hauptschiff bzw. der alte Kanonikenchor befindet, ist mit drei riesigen Mosaikdarstellungen (aus jüngster Zeit) dekoriert, die das Thema des Salbungssteins erläutern:

rechts die Kreuzabnahme,
in der Mitte die Salbung,
links die Grablegung.

(H. Fürst, Im Land des Herr, 278)



Christus, unser Herr, hat für uns den Tod erlitten
und wurde ins Grab gelegt:
kommt, wir beten ihn an!

Kreuzabnahme, Grabeskirche, Jerusalem

Ihr Völker alle,
schaut doch und seht meinen Schmerz.


Salbung, Grabeskirche, Jerusalem


Grablegung, Grabeskirche, Jerusalem

Ich lege mich nieder und ruhe in Frieden.
Mein Leib ruht in sicherer Hoffnung:
Du gibst mich der Unterwelt nicht preis.


Blick zur Rotunde des Heiligen Grabes

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