Sonntag, 25. Dezember 2016

Das Heilige Land 17 - das Lateinische Hirtenfeld (inkl. Weihnachtssegen)

Blick vom Hotel neben der Katharinenkirche auf die jüdischen Siedlungen

Die Hauptstraße von Jerusalem nach Betlehem mündet auf dem Krippenplatz, an dessen östlicher Seite man die Geburtskirche des Erlösers vor sich hat. Bevor man zum Krippenplatz hinaufkommt, führt links eine Straße abwärts nach Beit Sahur, das unmittelbar an Bethlehem anschließt.
Der überwiegend christliche Ort wird als Hirtenfelddorf bezeichnet, weil er den Hirtenfeldern am nächsten liegt.
Beide Hirtenfelder, das Lateinische und das Griechische, sind nur etwa 2 km von Bethlehem entfernt. Man fährt dabei durch Getreidefelder, die man Felder des Boas nennt; hier spielte sich die Erzählung von der ausländischen Moabiterin Rut ab, die zur Ahnfrau Davids und damit des Messias Jesus werden sollte. (Rut 1,1f.).


Die fruchtbaren Felder gehen nordöstlich in felsiges Hügelland über. Hier entdeckte 1858 Carlo Guarmani auf einer Anhöhe die Ruinen eines Klosters und nahm Ausgrabungen vor. Er glaubte die drei Hirtengräber gefunden zu haben, die der Pilger Bischof Arkulf um 680 n. Chr. bei der Kirche am Hirtenfeld besucht hatte.









Erst durch den Franziskaner Virgilio Corbo kam es 1951/52 zu systematischen Ausgrabungen. Nach Corbo gab es ein Kloster, das um 400 n. Chr. entstanden ist und bis 800 existierte. Die Räume und Höhlen waren landwirtschaftlich genützt.
(vgl. H. Fürst, Im Land des Herrn, 419f)


Höhlen des Hirtenfeldes

Da die Hirten es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. (Lk 2,17)

Wer wollte nun noch traurig sein?
Die Krippe birgt ein Kind,
das aller Welten heller Schein
und wegnimmt alle Sünd.







1954 errichteten die Franziskaner am höchsten Punkt eine Kapelle der Verkündigung an die Hirten (Sanctorum Angelorum ad pastores). Die Altargemälde in dem Kuppelbau von A. Barluzzi erzählen die Geschichte der Hirten nach dem Lukasevangelium.








In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde.

Da trat der Engel des Herrn zu ihnen und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr,der Engel aber sagte zu ihnen:

Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude
die dem ganzen Volk zuteil werden soll:

Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren;
er ist der Messias, der Herr.

Und das soll euch als Zeichen dienen:
Ihr werdet ein Kind finden,
das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.


Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach


Verherrlicht ist Gott in der Höhe
und auf Erden ist Friede
bei den Menschen seiner Gnade.










Verherrlicht ist Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen  Seiner Gnade


Als die Engel sie verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander:

Kommt, wir gehen nach Betlehem,
um das Ereignis zu sehen,
das uns der Herr verkünden ließ.




JUBILATE DEO OMNIS TERRA




So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag.

Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war.

Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten.

Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach.







  

Ich steh an deiner Krippen hier,
o Jesu, du mein Leben;
ich komme, bring und schenke dir,
was du mir hast gegeben.
Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn,
Herz, Seel und Mut, nimm alles hin
und laß dir's wohlgefallen.

Da ich noch nicht geboren war,
da bist du mir geboren
und hast mich dir zu eigen gar,
eh ich dich kannt, erkoren.
Eh ich durch deine Hand gemacht,
da hast du schon bei dir bedacht,
wie du mein wolltest werden.

Ich lag in tiefster Todesnacht,
du warest meine Sonne,
die Sonne, die mir zugebracht
Licht, Leben, Freud und Wonne.
O Sonne, die das werte Licht
des Glaubens in mir zugericht',
wie schön sind deine Strahlen!

Ich sehe dich mit Freuden an
und kann mich nicht satt sehen;
und weil ich nun nichts weiter kann,
bleib ich anbetend stehen.
O daß mein Sinn ein Abgrund wär
und meine Seel ein weites Meer,
daß ich dich möchte fassen!

Wann oft mein Herz im Leibe weint
und keinen Trost kann finden,
rufst du mir zu: „Ich bin dein Freund,
ein Tilger deiner Sünden.
Was trauerst du, o Bruder mein?
Du sollst ja guter Dinge sein,
ich zahle deine Schulden.“








Und siehe, der Engel des Herrn trat zu ihnen

et claritas Dei circumfulsit illos - und die Klarheit des Herrn umleuchtete sie


Allen Besuchern dieses Blogs wünsche und erbitte ich gesegnete Weihnachtstage:

Der barmherzige Gott hat durch die Geburt seines Sohnes die Finsternis vertrieben
und diese Nacht / diesen Tag erleuchtet mit dem Glanz seines Lichtes;
er mache eure Herzen hell mit dem Licht seiner Gnade.
Amen.

Den Hirten ließ er durch den Engel die große Freude verkünden;
mit dieser Freude erfülle er euer ganzes Leben.
Amen.

In Christus hat Gott Himmel und Erde verbunden;
durch ihn schenke er allen Menschen guten Willens seinen Frieden,
durch ihn vereine er euch mit der Kirche des Himmels.
Amen.

Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn + und der Heilige Geist.
Amen.

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