Samstag, 19. November 2016

Wir solllen die Menschen froh machen!


röm.kath. Kirche zur hl. Dreifaltigkeit, Sibiu Hermannstadt

EINE ALLEGORIE DER BARMHERZIGKEIT ODER DOCH DIE HEILIGE ELISABETH?
Hermannstadt, Sibiu, Kirche zur hl. Dreifaltigkeit

An dem Tag, an dem das reichliche Almosen von fünfhundert Mark (116,92 kg Silber), verteilt wurde, blieben nach dem Weggang der kräftigeren Leute in der folgenden Nacht bei Mondschein sehr viele schwächere und kranke Personen am Zaun des Krankenhauses und in den Winkeln des Hofes liegen. Bei ihrer Ankunft erblickte die selige Elisabeth sie und sagte zu ihrer Begleitung:
"Seht, die Schwächeren sind zurückgeblieben, wir wollen ihnen noch etwas geben."
 Sie ließ jedem sechs Kölner Groschen austeilen und wollte nicht, daß den Kindern weniger gegeben werde. Dann ließ sie Brote bringen und verteilen und sagte:
"Wir wollen ihnen Freuzde machen. Zündet Feuer für sie an."

Und sie ließ in der ganzen Länge des Hofes Feuer machen, vielen die Füße waschen und salben. Die Armen fingen an zu singen und sich wohl zu fühlen. Als die selige Elisabeth das hörte, sagte sie: "Seht, ich habe es doch gesagt, wir sollen die Menschen froh machen!"

Und sie freute sich mit den Fröhlichen.

(vgl. Röm 12,15; "Libellus", in: Wies, Elisabeth von Thüringen, 162)

Sibiu, Kirche zur hl. Dreifaltigkeit

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