Freitag, 21. Oktober 2016

Seliger Karl von Österreich

Kaiser Karl, Peterskirche, Wien

Der Kaiser war tief religiös und wollte die Erneuerung aus religiösem Geist.
Vielleicht trug ihm nichts mehr den Hass seiner Feinde und Gegner ein als seine fromme kirchliche Gesinnung.

Das Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott bildete für ihn eine lebendige Kraft, eine stete gegenwärtige Richtschnur seines Handelns. Es war keine düstere, fanatische Frömmigkeit, die ihn beherrschte, sondern ein frohes Bekenntnis, das ihn glücklich machte.
Darin lag auch seine sittliche Stärke, und aus diesen Quellen inneren Vertrauens schöpfte er in den schlimmsten Tagen Trost.

(Hugo Hansch, Historiker, in: J. Mikrut, Kaiser Karl I. (IV.) als Christ, Staatsmann, Ehemann und Familienvater, 550)

Das Bild vom sel. Kaiser rechts verdeckt hinter den Opferlichtern, Peterskirche








Die entscheidende Aufgabe des Christen besteht darin, in allem Gottes Willen zu suchen, zu erkennen und danach zu handeln. Dieser täglichen Herausforderung stellte sich der Staatsmann und Christ Karl aus dem Hause Österreich. Er war ein Freund des Friedens. In seinen Augen war der Krieg "etwas Entsetzliches". Mitten in den Stürmen des Ersten Weltkriegs an die Regierung gelangt, versuchte er die Friedensinitiative meines Vorgängers Benedikt XV. aufzugreifen.

Von Anfang an verstand Kaiser Karl sein Herrscheramt als heiligen Dienst an seinen Völkern. Sein ernstes Bestreben war es, der Berufung des Christen zur Heiligkeit auch in seinem politischen Handeln zu folgen. Dabei war ihm der Gedanke der sozialen Liebe wichtig.

Sei er uns allen ein Vorbild,
besonders denen,
die heute in Europa politische Verantwortung tragen!"

Johannes Paul II., Predigt zur Seligsprechung am 3. Oktober 2004

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