Dienstag, 5. April 2016

Am Grab der hl. Cresentia Höss von Kaufbeuren

Christus erscheint der von inneren Leiden bedrängten Sr. Crescentia


Über der Mittelachse der Klosterkirche St. Franziskus erhebt sich der 1471/1472 erbaute zierliche quadratische Turm.



Von der Straße führt eine einfache Tür in das Innere der Kirche



Die drei spitzbogigen Fenster des einjochigen Chorraumes reichen vom Boden bis zum Gewölbe. 1877 wurde er im neugotischen Stil umgestaltet mit drei Altären, Figuren und Gestühl, 1967 wurde die Kirche lt. Kirchenführer den Erfordernissen der nachkonziliaren Zeit angepaßt, d. h. gevolxaltart. Über dem Volxaltar hängt ein Kreuz (um 1700).




Der Reliquienschrein, der sich früher unter der Mensa des Hochaltars befand, ist eine Stiftung von Bischof Julius Meszleny von Szathmar im damaligen Königreich Ungarn (heute in Rumänien). Kaufbeurer Goldschmiede stellten ihn anlässlich der Seligsprechung von M. Crescentia Höß (7. Oktober 1900) her, er besteht aus echt vergoldeter Bronce und belgischem Spiegelglas, mit Glassteinen und echten Edelsteinen, die von Verehrern eigens dafür geschenkt worden waren.


Die Figur Crescentias wurde in München gefertigt. Rumpf, Armen und Beine sind aus Holz. In neun Vertiefungen wurden Kapseln eingelassen, die Gebeine Crescentias enthalten. Das Gesicht ist aus Silberblech getrieben und bemalt.


Die Klosterfrauenkleidung besteht aus kostbaren Stoffen. In Filigran-Faßarbeit ließ man aus Gold und Edelsteinen, von Wohltätern gestiftet, das Kränzlein herstellen. In der Hand hält Crescentia ein Kreuz aus schwarzem Hartholz und vergoldeter Christusfigur. Kissen und Polster aus Silberstoff sind mit Goldstickerei verziert. (aus dem Führer Crescentiakloster, Kaufbeuren)




Die aufgebahrte Crescentia, 1744, mit dem Text: Wahre Abbildung der Fromen Schwester Maria Crescentia, des Heiligen
Ord. S. F. welche in diesem Jahr 1744: den 5. April zu Kauffbeuren Selig entschlaffen in dem 62: Jahr Ihres Alters,
Bild in der Gedenkstätte der hl. Crescentia




Gott, ich verlange aufgelöst zu werden und bei dir zu sein,
sobald du alles an mir vollbracht hast;
keinen Augenblick früher, keinen Augenblick später,
denn dein göttlicher Wille ist mein Himmel auf Erden.
(M. Crescentia Höß)

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