Freitag, 16. Oktober 2015

Gerhard Majella, der himmlische Geburtshelfer

Maria am Gestade, Kirche der Redemptoristen, Wien

Gerhard Majella, Laienbruder bei den Redemptoristen. Gerhard wurde am 6. April 1726 zu Muro Lucano südlich von Neapel geboren und erlernte den Beruf eines Schneiders. Schon als Kind wurde er von seinen Mitmenschen „il santo“, „der Heilige“ genannt. 1749 wurde er Laienbruder bei den Redemptoristen, dann war er als Pförtner und Sakristan in Caposéle tätig. Gerhard war ein Vorbild in Gehorsam, Demut und Bußstrenge. Gott zeichnete ihn durch charismatische Begnadung und Wunderkraft aus. Er hatte das Charisma der Prophetie, außerdem erleichterte er durch zahlreiche Wunder seinen Mitbrüdern die beschwerliche Arbeit.
Gerhard Majella starb am 16. Oktober 1755 zu Caposele bei Neapel, wo sein Grab heute noch Ziel großer Wallfahrten ist. Er wird dargestellt im Ordenskleid mit Kreuz und Totenschädel. Gerhard Majella wurde 1904 heilig gesprochen.

ex scapulis S. Gerardi Majelli, Reliquie vom Schulterblatt des Heiligen

zwischen der Kanzel und den Kreuzwegbildern ist das Bild des hl. Gerhard



Aus Gerhards Leben werden viele Wundertaten und außergewöhnliche Ereignisse berichtet: In Momenten der Ekstase schwebte er über dem Boden; er wurde gleichzeitig an zwei verschiedenen Orten gesehen; er rief einen tödlich verunglückten Buben wieder ins Leben zurück; sein Segen bewirkte, dass die kargen Nahrungsmittelreserven einer armen Familie bis zur nächsten Ernte nicht versiegten; er hatte die Gabe der Seelenschau, sagte mehrere Male den Leuten ihre verborgenen Verfehlungen ins Gesicht und brachte sie so zum Beichten.
Eines Tages vergaß Gerhard bei seinem Besuch in einer Familie sein Taschentuch. Als ihn eine der Töchter des Hauses darauf aufmerksam machte, meinte er: Behalt es nur, es wird dir eines Tages nützlich sein. Jahre später geriet dieses Mädchen bei der Geburt eines Kindes in Todesgefahr; sie verlangte nach dem Taschentuch, die Gefahr wich und sie brachte ein gesundes Kind zur Welt; deshalb wurde Gerardo Patron der Mütter. (Heiligenlexikon)

Aus Gerhards Leben werden viele Wundertaten und außergewöhnliche Ereignisse berichtet: In Momenten der Ekstase schwebte er über dem Boden; er wurde gleichzeitig an zwei verschiedenen Orten gesehen; er rief einen tödlich verunglückten Buben wieder ins Leben zurück; sein Segen bewirkte, dass die kargen Nahrungsmittelreserven einer armen Familie bis zur nächsten Ernte nicht versiegten; er hatte die Gabe der Seelenschau, sagte mehrere Male den Leuten ihre verborgenen Verfehlungen ins Gesicht und brachte sie so zum Beichten.

Eines Tages vergaß Gerhard bei seinem Besuch in einer Familie sein Taschentuch. Als ihn eine der Töchter des Hauses darauf aufmerksam machte, meinte er: Behalt es nur, es wird dir eines Tages nützlich sein. Jahre später geriet dieses Mädchen bei der Geburt eines Kindes in Todesgefahr; sie verlangte nach dem Taschentuch, die Gefahr wich und sie brachte ein gesundes Kind zur Welt; deshalb wurde Gerardo Patron der Mütter.


In seinem eigenen Leben wollte er Christus bestmöglich ähnlich werden und übte dazu harte Askese in Gebet, Fasten und Buße. Von großer Bedeutung war für Gerhard die ausdrückliche Orientierung am Willen Gottes.
"Der Herr meint es gut mit mir", pflegte er zu sagen. Als Fürsprecher wird der hl. Gerhard vor allem von Müttern bzw. Eltern mit Kinderwunsch angerufen. Er gilt als Schützer des heranwachsenden Lebens im Mutterleib und als "himmlischer Geburtshelfer".

Gebete für Mütter und Eltern

Heiliger Gerhard, du wirst der Engel der Mütter
und der himmlische Geburtshelfer genannt.
Deine mächtige Fürsprache hat schon vielen Müttern
in schwerer Stunde auf wunderbare Weise geholfen.
Hilf auch mir und meinem Kind!
Segne und schütze es, dass es ein gesunder und liebevoller Mensch
und durch die Taufgnade ein guter Christ werde.
Gott zur Ehre,
mir und meiner Familie
sowie der Kirche und der Welt zur Freude. Amen.

oder:

Heiliger Gerhard, hilf uns,
dass uns ein Kind geschenkt wird,
das wir so sehr ersehnen!

Gemälde des hl. Gerhard Majella, Maria am Gestade, Wien

Herr, unser Gott, du hast dem hl. Gerhard von Jugend auf einen tiefen Glauben geschenkt und ihn Christus nachfolgen lassen.
Hilf uns, dass wir mit ihm Christus ähnlich werden. Schenke allen Gläubigen die Sehnsucht nach Reinheit des Herzens und das Verlangen, sich selbst und die Welt im Gebet vor dich zu bringen. Erwecke in jungen Menschen den Wunsch, sich im Ordensberuf auf den Weg der Nachfolge Christi zu machen.
Segne auf die besondere Fürsprache des hl. Gerhard alle jungen Ehepaare, alle Mütter in Schwangerschaft und das Leben unserer Kinder von Anbeginn an. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.
(Texte aus dem aufliegenden Gebetsfaltblatt)

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