Dienstag, 23. Juni 2015

Am Grab des hl. Joseph Cafasso

Don Cafasso als Moralprofessor im Priesterseminar, Santuario della Consolata, Turin

Joseph Cafasso, Salesianerpriester. Joseph Cafasso wurde am 15. Jänner 1811 in Castelnuovo d’Asti geboren. Er wurde schon früh ein Gefährte von Johannes Don Bosco, dem er bei der Gründung des Salesianerordens zur Seite stand.
Zusammen mit Don Bosco befruchtete er das Gemeindeleben in Turin, er kümmerte sich besonders um Gefangene und trug den Beinamen „Galgenpriester“.
Cafasso starb am 23. Juni 1860 in den Armen des heiligen Don Bosco. Er wurde 1947 heilig gesprochen und zum Patron der Gefängnisseelsorger ernannt.
(Martyrologium Sancrucense)

rechts ein Bild des sel. Giuseppe Allamano, der ab 1880 Rektor in S. Consolata war

Am besten hat wohl der heilige Cafasso sich selbst gezeichnet und gekennzeichnet in seinem langen geistlichen Testament, aus dem wir nur die folgenden Worte heruasgreifen:

"Wenn ich schließlich ins Grab hinabgestiegen bin, dann möge der Herr - so wünsche ich und so bitte ich Ihn - mein Andenken auf Erden vergehen lassen, so daß keiner mehr jemals meiner gedenke, außer in den Gebeten, die ich von der Liebe der Gläubigen erwarte ...
Ich möchte mit meinem Tode alle Sünden der Welt verhindern können, ja ich wäre bereit, so oftmals zu sterben, als Sünden auf Erden begangen werden. Möchte der Herr dieses mein armes Opfer annehmen, auf daß ich im Sterben die süßeste aller Tröstungen haben könne, nämlich an jenem Tage meinem Herrn und Gott eine Beleidigung zu ersparen..."

So ist es wohl nicht verwunderlich, daß der Herr diesen seinen Diener auch auf Erden erhöhen und verherrlichen wollte, der Ihm so aus ganzem Herzen zugetan war und der sich selbst so erniedrigen wollte. Nicht weit von den Erinnerungsstätten zweier anderer Turiner Heiliger, Cottolengo und Bosco, ruht heute unter einem Altar des Heiligtums von Maria Consolata der Leib des heiligen Cafasso, und Ungezählte beten dort zu ihm, der schon zu seinen Lebzeiten ein Herz gehabt hatte für jede Not, ein Herz nach dem Herzen Jesu, des Guten Hirten und ewigen Hohenpriesters. Dort befindet sich auch der Priesterkonvikt, das Cafasso einst bei der Kirche vom heiligen Francesco geleitet hatte, und dort ist auch der Sitz der Missionare für Afrika, die sich nach Maria Consolata nennen, ein Institut, das gegründet wurde durch Canonico Giuseppe Allamano, einem Neffen unseres Heiligen. Dieser Neffe war auch das Hauptwerkzeug Gottes für den Seligsprechungsprozeß seines Onkels, den wir nunmehr grüßen dürfen:

Heiliger Don Cafasso, bitte für uns!

 (in: Ferdinand Baumann, Pius XII. erhob sie auf die Altäre, 41f)

Statue des hl. Giuseppe Cafasso in S. Maria Consolata, Turin

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