Donnerstag, 19. Juni 2014

Jesus, meine Liebe, laß mich Dich inniger lieben!


Mein Jesus, ich habe erkannt, daß Du aus Liebe zu mir hier im heiligen Altarssakrament weilst; deshalb möchte auch ich, wenn mir das möglich wäre, Tag und Nacht vor dir ausharren.

Die Engel umschweben Dich immerdar, mein Herr, und sind von Staunen überwältigt, daß Du mich so liebst. Dann ist es doch recht, daß auch ich vor Deinem Altar Dich erfreue, indem ich Deine Güte und Liebe anbete und mit den Psalmenworten preise: "Lob sei Dir, mein Herr, von ganzem Herzen. Vor den Engeln  will ich Dich anbeten. Zu Deinem heiligen Tempel hin will ich Deinen Namen preisen ob Deiner Huld und Treue." (Psalm 137,1f)

Mein im Sakrament verborgener Gott, Du Brot der Engel, Du göttliche Speise, ich liebe Dich.
Aber weder Du noch ich, wir beide sind nicht zufrieden mit meiner Liebe. Zwar liebe ich Dich, aber viel zu wenig. Gib in Huld, mein Jesus, daß ich die Schönheit erkenne, die Güte, die ich liebe!

Verdränge aus meinem Herzen alle irdischen Neigungen, erfülle es ganz mit Deiner göttlichen Liebe!
Tag von Tag kommst Du vom Himmel her auf unsere Altäre, um in mir die Liebe zu Dir zu entfachen und Dich ganz mit mir zu vereinen; dann darf aber auch ich nichts anderes mehr erstreben, als Dich zu lieben, Dich anzubeten, Dir Freude zu bereiten.

Dich liebe ich mit meinem ganzen Herzen: ich liebe Dich, so sehr ich nur lieben kann. Willst du mich belohnen für meine Liebe, so laß mich Dich noch mehr lieben, noch inniger, noch eifriger!
Gib mir eine Liebe, die in mir die Sehnsucht weckt, Dir mehr zu gefallen!

Jesus, meine Liebe, laß mich Dich inniger lieben!

(Alfons Maria von Liguori, Besuchungen des Allerheiligsten Altarssakramentes und der Gottesmutter, 67f)

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