Dienstag, 13. Mai 2014

Die Engelserscheinung in Fatima

1916 erschien ein Engel dreimal denselben drei Seherkindern, um sie auf den Besuch der Jungfrau vorzubereiten. Der Engel nennt seinen Namen als "Engel des Friedens" und "Engel Portugals".
In der ersten Erscheinung teilt er ihnen den Geist der Sühne und der Wiedergutmachung mit, wobei er sie das schöne Gebet lehrt: "Mein Gott, ich glaube an dich, ich bete dich an, ich liebe dich. Ich bete dich an, ich liebe dich. Ich bitte dich um Verzeihung für die, die nicht glauben, die nicht anbeten, nicht hoffen und dich nicht lieben."

In der zweiten Erscheinung lehrt er sie Opfer zu bringen, vor allem bei den alltäglichen Dingen.

In der dritten lehrt der Engel zuerst das staunenswerte trinitarische Gebet:
"Heiligste Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, ich opfere euch auf den kostbaren Leib, das Blut, die Seele und die Gottheit unseres Herrn Jesus Christus, gegenwärtig in allen Tabernakeln der Welt, zur Sühne für die Schmähungen, Lästerungen und Gleichgültigkeiten, durch welche er selbst beleidigt wird. Durch die unendlichen Verdienste seines heiligsten Herzens und die des unbefleckten Herzens Mariä erflehe ich von euch die Bekehrung der armne Sünder."
Dann reicht er den Kindern die Kommunion - in einer ungewöhnlichen Form, so daß man zu glauben geneigt ist, es handle sich nicht eigentlich um eine sakramentale, sondern um eine mystische Kommunion, wenn auch von höchstem Realismus.

Schwester Lucia wird die innigsten Wirkungen, die jene Engelserscheinungen in ihnen hervorriefen, so zusammenfassen: "Die Kraft der Gegenwart Gottes war so stark, daß wir völlig benommen wren, fast als ob sie uns vernichtete. Sie schien auch des Gebrauchs der leiblichen Sinne zu berauben (...) Der Friede und die Seligkeit, die wir verspürten, waren groß, aber innerlich, das Gemüt ganz in Gott gesammelt."

(in: Marienlexikon, Bd. II., S. de Fiores, 445)

Engelserscheinung in Fatima, Basilika

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