Sonntag, 8. Dezember 2013

Weihe ans Unbefleckte Herz Mariens


Weihe an Maria bei der Marienstatue vor der Kirche in Medjugorje

Die österreichischen Pilger haben am Nationalfeiertag 2013 in Medjugorje ihr Land dem Unbefleckten Herzen der Mutter Gottes anvertraut. Das Weihegebet stammte von Johannes Paul II., der am 13. September 1983 in Mariazell Österreich Maria anempfohlen hatte:

1. Selig bist Du, Maria, die Du geglaubt hast! So lob­preisen wir Dich zusammen mit Elisabeth (vgl. Lk 1,45). Selig bist Du, Mutter unseres Herrn Jesus Christus und Mutter der Kirche …
Vor Dir möchten wir dieses Gebet unserer Weihe aus­sprechen. Deinem reinen Herzen vertrauen wir alles an, was uns in dieser Stunde zutiefst bewegt: all unsere be­rechtigten Wünsche und Hoffnungen, zugleich aber auch unsere Sorgen und Leiden. Führe uns mit unseren Freuden und Lasten zu Deinem Sohn, in das Heiligtum seines liebenden Herzens, damit er seinen Brüdern und Schwestern den Vater zeige, das selige Ziel unserer Wege.
 
2. Heilige Mutter! Dir überantworten wir dieses Land mit seinen Dörfern und Städten, ganz Österreich und seine Bewohner. Sein kostbares Erbe, das Christentum, möge weiterhin das Leben des einzelnen und der Famili­en, das Leben der Gesellschaft und des Staates heilen und prägen. Es helfe allen, den tiefsten Sinn ihres irdi­schen Lebensweges zu finden. Es wecke wieder Mut und Hoffnung für die Tage und Jahre, die kommen.
 
3. Deinem mütterlichen Herzen, Maria, vertrauen wir vor allem diejenigen an, die von Leid und Schmerz be­drückt sind: Kranke und Behinderte, Männer und Frau­en in schwierigen Ehen, Kinder in zerstrittenen Famili­en, Menschen mit drückenden Schulden, Arbeitslose, Entwurzelte, Strafgefangene. Wieviel Tränen, wieviel Angst, wieviel Dunkel auf ihrem Weg!
Das Kreuz Deines Sohnes leuchte ihnen auf als Zeichen des unendlichen Erbarmens Gottes. Zeige ihnen die Ge­sinnung Christi, die es möglich macht, das Böse durch das Gute zu besiegen (vgl. Röm 12,21), durch tapfere Liebe zu einer neuen Lebenserfüllung zu gelangen.
Nimm an, barmherzige Mutter, jeden selbstlosen Sama­riterdienst, jede freiwillig geschenkte Stunde im Dienst für den Nächsten in Bedrängnis!
 
 
 
4. Ebenso empfehlen wir Dir die Menschen in der vol­len Kraft ihres Lebens, Männer und Frauen, die für ih­re Familie, für ihren Berufsbereich, für die Gemein­schaftsaufgaben im Lande verantwortlich sind. Lass sie in der Frohen Botschaft Licht und Kraft für ihre Pläne und Entscheidungen finden, geleitet von einem reifen christlichen Gewissen: die Väter und Mütter, die Lehrer und Ärzte, die Wissenschaftler und Politiker, die Polizi­sten, Soldaten und alle, die dem Gemeinwohl dienen. Zeige ihnen den leuchtenden Wert der Wahrheit, das hohe Gut der Gerechtigkeit, den stillen Glanz der Selbstlosigkeit!
 
5. Deinen mütterlichen Schutz, Maria, erbitten wir auch für die junge Generation: Kinder, Burschen und Mädchen, junge Männer und Frauen. Geleite sie behut­sam Schritt für Schritt auf dem Weg christlicher Verant­wortung für sich selbst und die Gemeinschaft: die Muti­gen und die Starken, die Unternehmungslustigen und die Zupackenden; ebenso die Stillen, die Zögernden, die Abwägenden; die Lachenden und die Ernsten.
Lass in ihren Herzen das Licht jener Ideale nicht verlö­schen, die dem Leben des Menschen seinen wahren Wert geben. Niemand soll sie auslöschen: weder die jun­gen Menschen selbst noch irgend jemand sonst. Mutter, segne die Jugend, dass sie fähig werde, von sich selbst viel zu fordern und anderen viel zu geben, den Versuchun­gen einer Genusswelt zu widerstehen und dem Wohl ih­res Nächsten zu dienen!
 
6. Schließlich weihen wir Dir, Gottesmutter, die Kirche Jesu Christi  in Österreich: alle, die in ihr Verant­wortung tragen und ihr dienen, alle Hirten und Gläubi­gen in den Diözesen Salzburg und Wien; St. Pölten und Linz; Graz-Seckau und Eisenstadt; Gurk, Innsbruck und Feldkirch. Die Kirche erfülle heute wie in Zukunft ihren Heilsauftrag: im Namen des Evangeliums Jesu Christi, in fester Einheit mit den anderen Ortskirchen der Welt­kirche und mit dem Petrusamt in Rom, zum Wohl und Segen aller Menschen dieses Landes, der Einheimischen und der Zugezogenen, der Gläubigen und der Suchen­den.
Mutter der Kirche, zeige dem Volk Gottes in diesem Lande wieder den Weg, Berufungen zum Priestertum und Ordensleben in größerer Zahl zu entdecken und zu fördern. Möge sich zugleich das vielfältige Laienaposto­lat noch vertiefen und ausbreiten, die missionarische Verantwortung aller noch zunehmen.
Maria, segne die Kirche Österreichs!
Christus, Guter Hirt der Deinen, nimm im Herzen Dei­ner Mutter unser ganzes Vertrauen, unseren guten Wil­len, unsere hochherzige Weihe entgegen!
Amen.


rechtes Seitenschiff der Kirche zum hl. Jakob, Medjugorje

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