Donnerstag, 10. Oktober 2013

Zum gestrigen Gedenktag des hl. Dionysius

Der heilige Dionysius von Paris gehört zu der Gruppe der vierzehn Nothelfer; er ist der Schutzpatron Frankreichs und der Stadt Paris. Wahrscheinlich war er es, der auf der Seine-Insel die erste christliche Kirche errichtete. Während der Christenverfolgungen um 285 wurde er zusammen mit dem Priester Rustikus und dem Diakon Eleutherius auf dem Montmartre enthauptet. König Dabobert ließ seine Reliquien in die Kirche der Benediktinerabtei Saint Denis übertragen, die dadurch zum größten Heiligtum Galliens und später zu einer Art Nationalmausoleum wurde, da dort fast alle Könige Frankreichs ihre Grabstätte fanden. ( )
Dargestellt wird der hl. Dionysius als Bischof mit abgeschlagenem Kopf in der Hand, woher sich sein Patronat gegen Kopfweh ableitet.

Hl. Dionysius, Rochuskapelle, Bingen


aus der Legende:
Sein Martyrium wird ausführlich geschildert. Zuletzt nahm man seine Gefährten Rustikus und Eleutherius gefangen und schlug allen dreien, weil sie immer laut die Dreieinigkeit bekannt hatten, zusammen die Häupter ab. Dionysius aber erhob sich alsbald, nahm sein Haupt in die Hände und trug es, von einem Engel geführt und von himmlischen Licht umgeben, zwei Meilen hinweg von dem Ort, der "Mons Martyrium" genannt ist, zu der Stätte, wo er nach seiner Wahl und nach Gottes Willen ruhen sollte. Katulla, eine fromme Matrone, die der Heilige bekehrt hatte, eilte ihm entgegen, nahm das Haupt und bestattete dasselbe nebst dem Leichnam des Heiligen ehrenvoll. Auf seinem Grabe wurde von den Gläubigen eine hölzerne Kapelle errichtet, später erbaute die hl. Genoveva auf den Trümmern dieser Kapelle eine Kirche.

(aus: Melchers, Das Jahr der Heiligen, 657f)

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