Donnerstag, 14. Februar 2013

Papst Benedikt XVI. und Johannes Paul II. über die hll.Cyrill und Methodius

In dieser Generalaudienz möchte ich über die bekannten Slawenmissionare Cyrill und Methodius sprechen. Die beiden Brüder wurden Anfang des 9. Jahrhunderts als Söhne eines oströmischen Beamten in Griechenland geboren. Der ältere – Methodius – war zunächst ebenfalls Beamter; der jüngere – Cyrill – wurde in Konstantinopel Priester und Professor. Um das Jahr 850 zog es beide in die Stille des klösterlichen Lebens auf dem Berg Olymp. Der oströmische Kaiser Michael III., der Cyrill von seiner Studienzeit her kannte, sandte die sprachkundigen Brüder einige Jahre später auf die Halbinsel Krim und schließlich nach Mähren, wo sie mit viel Erfolg missionierten. Zu ihren großen Verdiensten gehörte die Übersetzung der Liturgie in die slawische Sprache. Der hl. Cyrill hat dazu ein eigenes Alphabet geschaffen, das heute noch seinen Namen trägt. Die beiden Missionare wurden allerdings auch Opfer von Neid und Anfeindungen, so dass sie in Rom um die Unterstützung und den Segen von Papst Hadrian II. baten. Dieser bestätigte die Liturgie in slawischer Sprache und ermutigte sie, ihr Werk fortzusetzen. Doch Cyrill erkrankte schwer und starb in Rom. Der hl. Methodius kehrte hingegen nach Mähren zurück und seine Schüler wirkten auch in anderen slawischen Ländern.

(Deutsche Zusammenfassung der Katechese von Papst Benedikt über die Slawenapostel Cyrill und Methodius vom 17.6.2009)

Vollständige Ansprache der Generalaudienz vom 17.6.2009

Martinsdom, Bratislava, Lehrer des slowakischen Volkes, Patrone Europas

Zu Kyrill und Methodius, um Brüderlichkeit in Europa

Ihr Heiligen Kyrill und Methodius, 
ihr seid im wahren Geist der Brüderlichkeit
zu den verschiedenen Völkern gegangen,
um allen die Botschaft der allumfassenden Liebe zu bringen,
die Christus verkündet hat.
Führt die Völker des europäischen Kontinents dazu,
eingedenk ihres gemeinsamen christlichen Erbes,
in gegenseitiger Achtung der rechtmäßigen Gesetze
und in Solidarität zu leben
und unter allen Nationen der Welt
dem Frieden zu dienen.

(Johannes Paul II., Meine Gebete für euch)

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