Dienstag, 14. August 2012

Sein Leben um meinetwillen verlieren

Geboren 1894 in Zdunska Wola bei Lodz (Polen), trat er 1910 bei den Minoriten ein. Er studierte in Rom, wo das Erlebnis kirchenfeindlicher Umtriebe in ihm den Platz reifen ließ, eine geistliche Kerntruppe zu schaffen, die durch Gebet und apostolischen Einsatz unter dem Schutz Marias für die Bekehrung der Feinde der Kirche wirken sollte.

1917 verwirklichte er mit sieben Gleichgesinnten diesen Plan; die Gruppe gab sich den Namen "Militia Immaculatae". Nach Priesterweihe (28.4.1918) und Doktorat in Philosophie und Theologie kehrte er in seine Heimat zurück und begann 1922 ein umfangreiches Presseapostolat. Von 1930 bis 1939 war er in Japan und schuf in Nakasaki ein publizistisches Zentrum. Dann arbeitete er wieder in Niepokalanow.

Von der Gestapo verhaftet, kam er in das KZ Auschwitz und ging dort als "Märtyrer der Nächstenliebe" am 31. Juli 1941 für seinen Landsmann, den Familienvater Franciszek Gajownicek, in den Hungerbunker, wo er am 14. August starb.

Seliggesprochen wurde  er am 17. Oktober 1971 von Papst Paul VI., am 54. Jahrestag der Gründung seiner Militia, (heiliggesprochen am 10. Oktober 1982 von Johannes Paul II).

 (aus: Franziskanisches Proprium zum Stundenbuch)

Eingang zum Konzentrationslager Auschwitz


Mitunter ist es wirklich schwierig im Leben, man meint, es gäbe keinen Ausweg mehr. Weil wir nicht alles wissen können, sehen wir den Zusammenhang nicht zwischen unserem eigentlichen Glück und den widrigen Umständen, die uns quälen.

Was sollen wir also tun? Gott vertrauen. Durch solches Vertrauen - auch ohne letzte Einsicht in die Dinge - erweisen wir gleichzeitig Gott eine große Ehre, denn wir erkennen seine Weisheit, Güte und Macht an.

(aus: M. Kolbe, Jedem ist der Weg gewiesen, Lesehore 14. August)

Todeszelle von P. Maximilian Maria Kolbe
In der Todeszelle steht diese Tafel

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