Samstag, 28. Januar 2012

Ein Ei ist ein Ei


Der hl. Thomas beginnt damit, die Frage: "Existiert überhaupt etwas?" mit "Ja" zu beantworten. Wenn er damit angefangen hätte, "nein" zu sagen, so wäre das in Wirklichkeit kein Anfang, sondern das Ende gewesen. Das ist es, was manche von uns gesunden Menschenverstand nennen.



Entweder gibt es keine Philosophie, keine Philosophen, keine Denker, keine Gedanken, überhaupt gar nichts - oder aber es gibt eine wirkliche Verbindung zwischen der Wirklichkeit und unserer Vernunft.


Aber was die Folgen dieses ersten Schrittes angeht, ist der hl. Thomas bestimmt sehr viel weniger anspruchsvoll als viele Denker, sehr viel weniger als die meisten Rationalisten und Materialisten. Wie wir sehen werden, begnügt er sich, zu sagen, daß daraus zunächst die Anerkennung des Ens oder des Seienden als von etwas wahrhaft außer uns selbst bestehenden folgt. Sein ist Sein: Eier sind Eier, und es ist nicht aufrechtzuhalten, daß alle Eier in einem Nest von Traumgespenstern gelegt werden.

(aus: Gilbert Keith Chesterton, Thomas von Aquin, Franz von Assisi, nova et vetera, 137f).

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